Körper

Im Westen gilt Wilhelm Reich als der Begründer der Körper-psychotherapie. Ergänzend zu Freuds Erkenntnissen entdeckte Reich die Bedeutung des Körpers in der Psychotherapie. Er erkannte, dass direkte Arbeit am Körper ein Mittel sein kann, neurotische Charakterstrukturen zu verändern. Seit Reich haben verschiedene körperorientierte Schulen diesen Ansatz differenziert und ergänzt.

Körperarbeit umfasst Tanz, Bewegung, Körperübungen, Trancearbeit und Massage. Sanfte Spürübungen und körperlichen Halt vermittelnde Übungen sind ebenso Bestandteil von integraler leibarbeit wie Massage und Tiefenmassage.
Dies ermöglicht eine gesteigerte Selbstwahrnehmung. So kann der Körper wieder ins Lot finden, das heißt in ein gutes Verhältnis zur Schwerkraft. Die Beweglichkeit und Durchlässigkeit der verschiedenartigen Gewebe sind die Voraussetzung für einen optimalen Energiefluss.
Wir orientieren uns an der weiterentwickelten Reich’schen Segmentlehre, die ähnlich dem östlichen Chakrensystem aufgebaut ist und funktionelle Zusammenhänge betont. Berühren und sich berühren lassen sind wichtige therapeutische Mittel integraler leibarbeit.

Körperarbeit will die Atmung befreien. Aufrechte Haltung, gut durchblutetes Gewebe, ein gesunder Tonus (weder schlaff noch verspannt) im ganzen Muskel-, Bindegewebs- und Organsystem sind nur möglich, wenn die Atmung frei fließt. Umgekehrt ist eine frei fließende Atmung in einem verspannten Körper nicht möglich. Jede neurotische Charakterstruktur geht mit spezifischen Atembeschränkungen einher.

integrale LeibarbeitKörperAtemSeele
 
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